Übergewicht und Bewegungsarmut
Viele Menschen sind übergewichtig. Trotzdem scheint die Zahl der Abnehmwilligen fast noch größer zu sein als die der Übergewichtigen. Anscheinend fühlen wir uns nicht mehr wohl in unserer Haut. Und wir glauben, dass es am Gewicht liegt. Mancher hat damit wohl Recht, aber viele eben auch nicht. Und so einige, die, objektiv betrachtet, an ihrem Gewicht etwas ändern sollten, denken nicht daran, das zu tun.
Das Kriterium, nach dem objektiv befunden wird, ob jemand zu dick ist, ist der body mass index (BMI). Liegt sein Wert über 25 oder, schlimmer noch, über 30, dann beginnt der soziale Druck auf die Betroffenen. Je nachdem, in welchen gesellschaftlichen Kreisen man sich bewegt, beginnt dieser Druck unter Umständen auch schon bei einem sehr viel niedrigeren BMI, also bei objektiv vorhandenem Normalgewicht. Die meisten Betroffenen reagieren, indem sie eine Diät anfangen.
Leider führen Diäten in der Regel nur zu einer vorübergehenden Gewichtsreduktion, langfristig haben sie ein höheres Körpergewicht zur Folge. Viele geraten in einen Teufelskreis aus Diät und nachfolgender Zunahme, auf die dann die nächste Diät folgt und so weiter.
Vielleicht sollten wir anfangen, unser Gewicht etwas entspannter zu sehen, und uns statt dessen mit unserem ausgeprägten Bewegungsmangel beschäftigen. Der ist nämlich in vielen Fällen die Ursache für körperliche Beschwerden und allgemeines Unwohlsein.
Wer sich regelmäßig bewegt und Sport treibt, der wird sich besser fühlen und im Laufe der Zeit ganz von alleine sein Wohlfühlgewicht erreichen. Ganz ohne Stress. Und das gestiegene Selbstbewusstsein wird es einem leicht machen, über missgünstige Bemerkungen einfach zu lächeln.
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