Klassische Homöopathie
"Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden erregen kann als sie heilen soll!"
Diese Ähnlichkeitsregel bildet die Grundlage aller homöopathischen Therapien.
Homöopathie heißt wörtlich übersetzt: "Ähnliche Krankheit", das heißt: die Behandlung erfolgt mit demjenigen Arzneimittel, welches beim Gesunden die meisten ähnlichen Symptome erzeugt.
Die Homöopathie ist eine spezifische Reiztherapie, deren Ziel die Stimulation der selbstregulatorischen Aktivität des Organismus ist. Es handelt sich um eine gezielte und individuelle Arzneitherapie. Nach Ansicht der klassischen Homöopathie ist nicht allein der Körper erkrankt, sondern der ganze Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele. So erfährt der Patient durch die Therapie auf allen drei Ebenen eine Steigerung des Wohlbefindens. Neben den körperlichen Beschwerden berücksichtigt deshalb die klassische Homöopathie die Lebensgewohnheiten, die Persönlichkeitseigenschaften wie auch die Sorgen, Ängste und Träume des Patienten.
Jeder Patient wird als individuelle Persönlichkeit behandelt und bekommt ein Arzneimittel, das auf seinen Zustand genau abgestimmt ist. Wenn beispielsweise mehrere Patienten an Asthma leiden, so bekommt wahrscheinlich jeder von ihnen ein anderes, für ihn speziell ausgewähltes Arzneimittel. Auch wenn das allgemeine Krankheitsbild übereinstimmt, unterscheidet sich die Krankengeschichte und die persönliche Ausprägung der Krankheit von Patient zu Patient.
Das ausführliche Gespräch bei der Neuaufnahme eines Patienten (Erstanamnese) kann sich über ein bis zwei Stunden erstrecken. Während dieser, nur der klassischen Homöopathie eigenen, gründlichen Fallaufnahme macht sich der Homöopath ein umfassendes Bild von der Krankengeschichte und hält dabei alle wichtigen Informationen schriftlich fest. Die eigentliche Arbeit beginnt mit der Auswertung der Symptome und Patientenaussagen, die der Homöopath analysiert und mit hunderten von Arzneimittelbildern in der Literatur vergleicht. Nach Abschluß der Behandlungssitzung wird dere Fall nochmals gründlich durchgearbeitet. Erst dann, nach sorgfältiger Prüfung aller Faktoren, wird dem Patienten die passende und für ihn spezifische Arznei verordnet.
Diese Arznei setzt den natürlichen Heilungsprozeß in Gang, stärkt die körpereigene Abwehr und die Lebensenergie und stellt das Gleichgewicht im Organismus wieder her. Aus diesem Grunde bezeichnet man klassische Homöopathie auch als Regulationstherapie, da sie nicht nur auf einzelne Symptome oder Organe, sondern stets auf den ganzen Menschen wirkt und sein Wohlbefinden auf allen Ebenen verbessert.
Der Patient steht auch während dieses Heilungsprozesses mit seinem Homöopathen in regelmäßiger Verbindung und berichtet über jede Veränderung seines Befindens, woraus dieser wichtige Informationen für den Fortgang der Behandlung, über die Wirkung des homöopathischen Mittels und über den Heilungsverlauf gewinnt. Die Krankheit wird nicht durch starke Medikamente mit oft schädlichen Nebenwirkungen nur in ihren Symptomen unterdrückt, sondern von ihrer Wurzel her angegangen und geheilt.
Die Homöopathie ist eine kostengünstige Therapie, sie benötigt weder teure Medikamente noch aufwändige diagnostische oder therapeutische Hilfsmittel.
Nur die Zeit des Therapeuten und die Kunst seiner Arzneimittelwahl wird bezahlt. Kosten für die Arzneien fallen kaum ins Gewicht.
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