Kinder von Alkoholikern
Menschen, die viel Alkohol konsumieren, machen sich selbst oft sehr wenig Gedanken darüber, wie ihr Umfeld darauf reagiert. Bei Kinder von Alkoholikern ist dies besonders schlimm, weil sie das oft wechselnde Verhalten ihnen gegenüber von trinkenden Vater oder der Mutter nicht einordnen können.
Sie verstehen es nicht, warum ein Elternteil bei gleichen Situationen sehr unterschiedlich reagieren. Das hat oft zur Folge, dass sie auf sich allein gestellt sind und schon in frühen Kindesalter eigene Erfahrungen sammeln müssen, wie sich richtig verhalten.
Werden sie dann etwas älter, verstehen die Zusammenhänge zwischen dem Alkoholkonsum vom Vater oder der Mutter mit dem bis dahin „merkwürdigen“ Verhaltensveränderungen, ist der trinkende Elternteil schon in einer sogenannten Schublade, die es ihnen oft unmöglich macht, trotz Verständnis, die Einstellung dem Trinkenden gegenüber zu ändern.
Diese Gefühle schlagen oft in Hass um, weil die Kinder von Alkoholikern erkennen, dass die scheinbare Willenlosigkeit ihre Kindheit beeinträchtigt hat. Selbst wenn erkennen und verstehen, dass Alkoholismus eine Krankheit ist, kommen Fragen auf, warum sich die Mutter oder der Vater nicht hat helfen lassen, um sich von dieser Alkoholsucht zu befreien.
Fragen, die bis zu eigenen Schuldgefühlen reichen können, tragen die sehr oft ein Leben lang mit sich herum. Da es nur sehr wenige alkoholkranke Menschen schaffen, sich ein dauerhaftes nüchternes Leben aufzubauen, können diese Fragen auch nie bis zur entgültigen Zufriedenheit des Kindes geklärt werden.
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